Abendblatt lesen? Online?

Ich bekenne mich als Abendblatt-Leser. Ja, Moooment. Nicht. Mehr. Das war einmal. Vor einigen Jahren abonnierte ich es, das Abendblatt (das „Hamburger“). Und zusätzlich las ich es online. Jeden Tag.

Ich weiß gerade nicht, wie, aber eben stolperte ich über diesen Beitrag. Und siehe da: Das Hamburger Abendblatt (online) gibt es seit dem (immer noch) kostenpflichtig.

Immer noch. Geht es dem Abendblatt mittlerweile so schlecht, dass nur noch lohnenswert ist, Geld dafür zu verlangen? Online wie (traditionell) offline.

Es gibt Alternativen. Kostenfrei. zeit.de, http://www.nzz.ch, spiegel.de (uh, Springer Verlag!), http://www.faz.net etc. pp.

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Zippert zappt Beck

Neulich bei Zippert zappt

Könnte man den Kanzler oder die Kanzlerin direkt wählen, dann würden sich 25 Prozent der Bundesbürger für Kurt Beck entscheiden. Das sind sechs Prozent mehr als im Vormonat. Würde man ihnen noch ein lebenslanges Premiere-Abo dazuschenken, könnten sich sogar 27 Prozent für Beck begeistern. Diese beeindruckenden Zahlen sind eindeutig das Ergebnis von Becks legendären Wutausbrüchen beim Hamburger SPD-Parteitag. Bei der SPD überlegt man jetzt, jeden Monat einen Parteitag zu veranstalten. Bis zur Bundestagswahl könnte Beck dann sicher mit 100 Prozent Zustimmung rechnen. Aber nur, weil die Menschen genau wissen, dass man den Kanzler gar nicht direkt bestimmen kann. Wäre das möglich, würden 99 Prozent Beck nicht zum Bundeskanzler wählen. Und immerhin noch 74 Prozent würden ihn nicht zur Kanzlerin wählen. Drei Prozent würden den Telefonjoker nehmen. Für Angela Merkel sieht es trotz leichter Popularitätsabstriche immer noch sehr gut aus. 59 Prozent der Befragten würden sie zur SPD-Vorsitzenden wählen, mit Bart bekäme sie sogar 75 Prozent Zustimmung. Und sensationelle 85 Prozent würden den Bart direkt zum Kanzler wählen. Oder zur Kanzlerin.

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Lieber Geld als Sex?

Als ich die Zeitung entsorgen wollte, fiel mir folgende kleine Meldung auf:

Lieber Geld als Sex

Geld ja, Sex nein: Einer Forsa-Umfrage zufolge gibt etwa jede fünfte Frau dem schnöden Mammon den Vorzug vor dem Verkehr. Nur zwölf Prozent der Männer würden die gleiche Entscheidung treffen.

Auch zu finden bei abendblatt.de.

Sicher, die Meldung ist von alberner Banalität. Zwei Dinge kommen mir dennoch unstimmig vor. Zum einen die Überschrift, da sich nur jede fünfte Frau für das Geld, die anderen vier aber für Sex entschieden. Anscheinend – oder doch nicht?! Zum anderen heißt es, nur zwölf Prozent der Männer, wobei der Abstand von gerade einmal acht Prozent nicht sonderlich berauschend ist, zumindest nicht so berauschend, wie das nur suggerieren will.

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Hatz auf Ausländer

Soetwas macht mich sprachlos, dieser Übergriff auf Inder in Mügeln. Dazu ein Kommentar aus dem Abendblatt heute:

Fast reflexartig werden Gewaltaktionen wie im sächsischen Mügeln wieder beiläufig heruntergespielt. In Mügeln gebe es keine rechtsradikale Szene, sagt der Bürgermeister, die Täter müssten von „auswärts“ gekommen sein. „Auswärtige“ Deutsche also? Macht das die Sache irgendwie besser? Und welche Entschuldigung haben die Einheimischen, die mitliefen, als die Inder über den Platz gejagt wurden? Haben die nur soziologische Feldstudien betrieben? Der Schaden, der durch solche Gewaltszenen entsteht, ist immens. Er trifft das ganze Land und sein Image als kompetente und offene Nation. Nicht nur dunkelhäutige oder sonstwie „fremd“ wirkende Menschen, sondern auch aufgeklärte Deutsche werden künftig die östlichen No-go-Areas meiden, auch wenn sie dort, zum Beispiel als Arbeitskräfte, dringend gebraucht werden. Wir regen uns auf über Pogrome in anderen Ländern und fordern dort Menschenrechte ein. Und hier?

Vielleicht sollte man den untätigen Zuschauern Seiten wie diese verschreiben: www.eingreifen.de

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„Hartz-IV-Kinder“

Heute morgen habe ich im Hamburger Abendblatt einen Artikel zur finanziellen Lage von Schulkindern gelesen. Abgesehen von diesem und jenem, bin ich an folgendem hängengeblieben:

Danach sind unter insgesamt 221 400 Schülern an allgemeinbildenden und privaten Schulen rund 55 300 „Hartz-IV-Kinder“.

Wie kann das sein?! Ein Viertel dieser Kinder (in Hamburg) leben von Hartz IV?! Das ist eine beträchtliche Menge, finde ich. Erklären kann ich sie mir nicht.

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