19. August 2007
Mit All The Boys Love Mandy Lane begann für mich der vierte Tag beim Fantasy Filmfest.
Ich weiß gar nicht so genau, was ich zu diesem Film sagen soll, ohne zuviel zu sagen?! Er hat mir gefallen. Teen-Horror-Thriller. Nette und nicht ganz so nette, junge Leute wollen ein paar Tage auf einer Ranch verbringen. Allein, nur behütet von Garth, der auf der Ranch nach dem Rechten sieht.
Dabei lecken sich alle anwesenden Jungs die Finger nach Mandy Lane (Amber Heard). Und einer von ihnen möchte sie auf jeden Fall für sich allein – so scheint es.
Nach dem zweiten Drittel erfährt der Zuschauer, wer der Wahnsinnige ist. Der Film verliert dabei ein wenig an Spannung. Erst das Ende bringt noch einmal eine (halbwegs) überraschende Wendung. (Und Micha meint, es schreie nach einer Fortsetzung, hehe.)
Ich mochte die Bilder, das Gute-Laune-Freizeit-Flair, die dazu passende Musik, den Sommer. Ein Film für den breiten Sessel und einer Tüte Popcorn in der Hand – so man denn Popcorn mag.

19. August 2007
Letzter Film am dritten Tag: Botched. Schon mal vorweg: Was für ein hirnloser Schwachsinn?!? Aber: Lustiger, hirnloser Schwachsinn.
Eigentlich gibt es zu Botched nicht viel zu sagen. In den ersten Minuten macht der Film den eigentlich recht normalen Eindruck eines Gangster-Films. Kurz darauf wird er allerdings sehr skurril und komplett sinnlos. Hauptsache, es gibt einen Grund, damit Blut fließen oder vielmehr spritzen kann. Kategorie Midnight Madness, hehe.
Botched muss man wirklich nicht gesehen haben. Tut man es doch, amüsiert man sich vielleicht. Vielleicht aber auch nicht, denn anspruchsvoll ist dieser Film keine Sekunde lang. Möchte er auch gar nicht sein.

19. August 2007
Immer noch Tag drei, mittlerweile auch Film Nummer drei an diesem Tag beim Fantasy Filmfest. Dieses Mal: Disturbia.
Vorweg: Der Film hat mir gefallen. Witzige und spannende Unterhaltung. Aus der anfänglichen Teenie-Romanze mit komischen Elementen wird nach etwa der Hälfte der Zeit ein immer spannenderer Thriller.
Kale muss wegen einer Handgreiflichkeit gegen einen seiner Lehrer drei Monate Hausarrest absitzen. Entfernt er sich weiter als 100 Fuß vom Haus, dann dauert es nur Minuten und die Polizei bereitet ihm Ärger.
Damit Kale nicht sprichwörtlich das Dach auf den Kopf fällt, versucht er sich mehr oder minder erfolgreich die Tage hindurch zu beschäftigen. Letztlich landet er auf der Stalker-Schiene und beobachtet seine Nachbarn. “Privatsphäre gibt es doch gar nicht! Alles ist öffentlich!” Was er dort zu sehen bekommt, ist nicht immer so sexy wie Ashley (Sarah Roemer), sondern mitunter auch ziemlich unheimlich. Wohnt in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Serienmörder?! Man weiß es nicht genau und ich verrate an dieser Stelle auch nicht mehr, hehe.
Wie gesagt: Disturbia ist eine interessante Mischung aus Teenie-Film und Thriller. Schön anzusehen. Popcorn her und entspannen, hehe.

19. August 2007
Tag drei, Film zwei. Weitere zwei fehlen dann noch.
Timber Falls ist nach einem üblichen Teen-Horror-Thriller-Muster aufgebaut: Junges Paar macht irgendwo in den Bergen einen Ausflug, trifft auf schräge Weggefährten, wird letztlich entführt und muss , wer hätte das gedacht, böse körperliche und seelische Qualen durchstehen. Timber Fall ist also nichts Besonderes.
Die Lebensphilosophie der Leute, die das Pärchen gefangen halten und ihm zusetzen, und deren Absichten und Beziehung zum christlichen Glauben – das macht diesen Film aus und gibt ihm eine amüsante Note. Ich bin jedoch der Meinung, man hat nicht allzu viel verpasst, wenn man ihn sich nicht angesehen hat.

18. August 2007
Der dritte Tag war der für mich bisher längste Tag auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest. Vier Filme habe ich mir angesehen.
Macbeth war der erste an diesem Tag. Und schon nach fünf Minuten war mir klar: “Du verstehst hier nix!” Altenglisch, mit einem australischen Akzent gesprochen, gibt das Begleitheft Auskunft. Schätzungsweise drei Viertel des Textes sind unverstanden an mir vorbeigegangen. Der Geschichte konnte ich dennoch folgen, den Verquickungen der Charaktere nicht so ganz. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Macbeth zuvor nicht gelesen habe, die Handlung nicht kenne.
Aber der Film sieht durchweg wunderbar aus. Dunkel zumeist, vielleicht fünf Minuten bei Tageslicht. Die Charaktare sind so edel gekleidet, sie könnten auch einem exklusiven Modekatalog entsprungen sein. Die Kulisse ist sehr tragend, viel roter Stoff an den Wänden, eine Stimmung Gothic-like. Auch gespielt wird durch die Bank weg gut – zumindest ist das Eindruck der blieb, wenn man mehr auf Mimik achten muss, da die Hälfte der Worte unverstanden bleibt. Dass die Fehde wieder einmal mit modernster Schusswaffengewalt ausgetragen wird – naja, hat es halt schon gegeben.
Ich bin auf die Deutsch synchronisierte Version gespannt.

18. August 2007
Bevor ich gleich totmüde ins Bett falle, noch ein paar Worte zum dritten und letzten Film am ersten Tag beim Fantasy Filmfest. Stuck heißt er.

Rabenschwarz ist der Humor, sarkastisch angehaucht die Stimmung. Und dabei geht es doch wohl um die Kritik am Egoismus und der unterlassenen Hilfe in der Gesellschaft, augenscheinlich erstmal der amerikanischen.
Brandi (Mena Suvari) arbeitet in einem Krankenhaus auf der Altenpflegestation. Der Zuschauer lernt sie zum Beginn als selbstlose Helferin kennen, lebensfroh und scheinbar nicht schlecht im Wesen.
Dann gibt es da noch Tom (Stephen Rea), der einen wirklich schlechten Tag hatte und nun wohl endgültig in die Obdachlosigkeit hineinrutscht.
Beide treffen bei einem Unfall aufeinander. Brandi, nach einer Party nicht mehr nüchtern und am Steuer ihres Autos telefonierend, erwischt Tom an einer Kreuzung, die er bei Rot überquert. Alles mitten in der Nacht, keiner hat es gesehen. Brandi stoppt nicht, sondern fährt schockiert und in Panik mit Tom in ihrer Frontscheibe steckend nach Hause, stellt das Auto in die Garage und denkt gar nicht daran, Hilfe zu holen. Die Folgen wegen der möglichen Schuld hindern sie daran. Sie lässt Tom leiden und macht ihn obendrein noch für die Lage verantwortlich. Denn Tom ist nicht etwa tot, sondern nur schwer verletzt.
Wegen des geradlinigen Aufbaus mag nicht die ganze Dauer des Films Spannung aufkommen. Aber gefallen kann der Film wegen seiner bösen Art allemal. Tom beißt die Zähne zusammen und versucht sich aus der misslichen Lage zu befreien.
18. August 2007
Paprika heißt der zweite Film, den ich mir am zweiten Tag des Fantasy Filmfests ansah. JapOmeU – Japanische Originalverison mit englischen Untertiteln. Soviel im Dunkeln zu lesen strengte mich dann doch an.
Ich habe den Film inhaltlich ohne Erklärung (und ohne Vorwissen, welches ich mir über das Begleitheft zum Filmfest hinaus eh nicht hole) nicht wirklich verstanden. Traum und Wirklichkeit, Träume, die sich vermengen, Menschen, denen die Träume geraubt werden und die als leere Hülle zurückbleiben. Und alles für das Gute, um den Menschen zu helfen – ursprünglich. Denn natürlich gibt es immer jemanden, der da andere Pläne hat.
Mir hat Film trotzdem recht gut gefallen. Wunderbar gezeichnet, schöner und eigentlich immer stimmiger Einsatz von CGI. Die Musik, immer ein bisschen fremd und zu popig, war gut. Man muss sich wohl darauf einlassen. Interessanter Film, wenn auch verwirrend.

17. August 2007
Fantasy Filmfest in Hamburg, zweiter Tag. Drei Filme habe ich gestern gesehen. Der erste in der Reihe war Out Of The Blue.
Out Of The Blue ist die Verfilmung des Romans Aramoana: Twenty Two Hours of Terror, welcher wiederum auf einem Amoklauf in Aramoana, Neuseeland, beruht.
Zu Beginn werden einige Charaktere, die später eine Rolle spielen werden, kurz vorgestellt, alles Alltagsszenen. Ein ganz normaler Tag. Es dauert nicht lang, bis David Gray seine Untaten beginnt.
Der Film macht von da an richtiggehend wütend. Die Willkürlichkeit, die Sinnlosigkeit und letztlich die Hilflosigkeit der Opfer sind schockierend. Gray schießt wahllos auf alles, was ihm ins Blickfeld kommt.
Out Of The Blue bemüht sich nicht, Gründe für diese Tat zu liefern. Klar wird nur, dass Gray ein Außenseiter und heimlicher Waffennarr war. Seine Persönlichkeit wird als labil und anfällig geschildert. Letztlich kommt es wegen einer Lappalie zum Ausbruch. Die folgenden Stunden werden geradlinig und spannend gezeigt. Die Bewohner Aramoana’s harren zu Tode geängstigt in ihren Häusern aus. Etwa 24 Stunden. Dann wird David Gray von der Polizei erschossen.
Der bisher beste Film des FFF den ich gesehen habe.

15. August 2007
Teils spannende, teils sinnlose, teils geschmacklose, teils sehr alberne Filme wird es auch dieses Jahr wieder beim Fantasy Filmfest geben, heute in Hamburg begonnen. Der diesjährige Eröffnungsfilm heißt Black Sheep.

Ich habe diesen Film gerade gesehen. Er ist tatsächlich albern, sinnlos, geschmacklos und manchmal auch spannend. Alles in allem aber ist er für einen Eröffnungsfilm zu schwach – wie es meiner Meinung nach Severance, Eröffnungsfilm im letzten Jahr, auch war.
Die Geschichte ist schnell erzählt. Irgendwo in Neuseeland liegt eine große Farm, auf der Schafe gezüchtet werden – welches Tier auch sonst?! Der Besitzer dieser Farm ist nicht ganz bei Trost, könnte man sagen. Er führt Genmanipulation an den Tieren durch, um bessere hervorzubringen. Klar, dass das schiefgeht, ein Schaf (oder sollte ich sagen Schäfchen) in die freie Wildbahn gelangt und sich dabei herausstellt, dass es eine Art Zombievirus für Schafe in sich trägt. Zudem zeigt sich, dass Schafe eigentlich nicht gut auf Menschen zu sprechen sind, hehe. Aber wen interessiert bei diesem abstrusen Film schon die Geschichte?!
Es gibt viel Wolle zu sehen, ne Menge Blut und Gedärme, um Ernst bemühte Schauspieler, natürlich schöne Landschaften und ein wirklich schräges Happy End. Ach ja: Eine minimale Love Story darf natürlich auch nicht fehlen. Nur eines habe ich nicht gesehen: Schwarze Schafe.