Feuer brennt nicht

Ich hatte schon einen langen Text zu Feuer brennt nicht geschrieben. Ich mochte ihn nicht und habe ihn wieder gelöscht. Vielleicht auch nur, weil ich den Mut nicht aufbringe, meine Meinung Bücher betreffend energisch zu vertreten. Vielleicht ist die Meinung schlicht nicht fundiert genug – in meinen Augen.

Ich mag das Buch. Ein bisschen Sex, ein Autor, Emotionen – kalte und heiße -, Leere, Betrug, ein wenig DDR, Osten und Westen, Abgründe. Ich mag die Sätze, wie sie gebaut sind, einfach aber nicht tumb. Ich mag Wendungen wie „…rollt ihre R’s wie der Böttcher von Augsburg seine Fässer zum Lech…“ und „…vom Wind flachgedrückte Feuer…“. Ich mag immer wieder auftauchende Details wie „…und unter den zarten Schneewehen an den Fenstern der parkenden Autos blinken die Diebstahlsicherungen“. Und ich mag es, dass es kein Happy End gibt. Wie sollte es auch, frage ich mich. Wolf betrügt Alina, nach einiger Zeit mit ihrem Wissen und sie, Alina, trägt schwer daran.

Das nächste Buch liegt bereit. Unendlicher Spaß: Infinite Jest von David Foster Wallace

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Empörung

Fertig. Empörung hat mir sehr gut gefallen (Philip Roth). So gut, dass ich das Buch bis gestern spät in die Nacht laß.

Klar. Schnörkellos. Inhaltlich mächtig. Jüdischer Sohn will um 1950 herum in Amerika eigentlich nur alles richtig machen. Er befreit sich aus der Enge der väterlichen Fürsorge, geht an ein College weit weg von zuhause und stellt fest, dass er nicht so einfach ungestört lernen kann. Irgendwas ist immer. Und er scheitert tragisch.

Heute morgen begonnen: Feuer brennt nicht von Ralf Rothmann.

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Endlich mal wieder lesen

Wie die Zeit vergeht. Vor über zwei Jahren endete ein Beitrag mit den Worten „Nun ist Exit Ghost an der Reihe„. Tatsächlich habe ich damals begonnen, <Exit Ghost zu lesen.

Vor drei Wochen dann habe ich das Buch mal wieder zur Hand genommen. Ich habe seit dem nicht mehr gelesen. Und ich habe 60 Seiten vor dem Ende damit aufgehört. Sehr merkwürdig. Die 60 Seiten habe ich unlängst gelesen und dabei versucht, mich an das komplette Buch zu erinnern – so gut wie möglich. Kann ich nicht. Nicht im Detail. Sollte ich etwas zu diesem Buch sagen, dann wohl „irgendwie deprimierend“.

Nun folgt (aus den langen Reihen der Bücherregale gefischt) Empörung, ebenfalls von Philip Roth.

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Die Schweigeminute

Ich bin begeistert. Ich habe am Freitag Die Schweigeminute von Siegfried Lenz gelesen. Eigentlich bin ich kein Fan solcher Liebesgeschichten. Aber diese ist so leicht und unbeschwert. Dabei steht von anfang an fest, dass alles tragisch enden wird. So traurig wird sie denn auch. Ich hätte aufs Papier heulen können, hehe.

Mir ist aufgefallen, dass ich sonst scheinbar bisher noch kein Buch von Lenz laß? Undenkbar?

Nun ist Exit Ghost an der Reihe.

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Wochensuppe

Am vergangenen Wochenende habe ich endlich mal wieder meinen alten Kollegen von Travian Games wiedergesehen. Gut wars, das Travian Community Treffen 2008. Das Orga-Team dürfte da etwas anderer Meinung sein. Das zu erläutern überlasse ich anderen anderswo. Bilder zu diesem Wochenende werde ich demnächst in der Galerie veröffentlichen.

Ich habe für zwei Monate last.fm abonniert – testweise. Eigentlich ist der Service kostenlos – Musik ohne Ende. Aber ein paar, durchaus sinnvolle Funktionen sind erst bei bezahlter Mitgliedschaft verfügbar. Z.B. die als geliebt markierten Songs später noch einmal anhören zu können.

Der Kartenvorverkauf für das Fantasy Filmfest in Hamburg hat begonnen. Ich habe leider noch keine einzige Karte. Tobias hat mir unlängst einen Link zum geschickt, wo man, sofern man sich registriert, eine Timetable anlegen kann. Einen solchen Timetable werde ich am Wochenende anlegen.

Ich habe einen recht langen Weg von der Firma nach Hause. Wobei ich 40 Minuten davon in der S-Bahn sitzen muss – pro Strecke. Gestern bin ich das erste Mal in die andere Richtung zehn Minuten hinunter zur Fährenanleger gegangen. 30 Minuten an Deck sind ungleich angenehmer als Massensauna S-Bahn.

Heute hat Iv Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch nocheinmal dazu. Gestern Christian. Dem gratulierte ich schon.

Ich habe bei Was treibt Sammy an? eine Pause eingelegt. Zum Teil, weil ich unterwegs nun doch immer wieder gearbeitet und nicht gelesen habe und zum anderen, weil das Buch bisher noch nicht den Unterhaltungsgrad zeigte, den ich brauche, um dranzubleiben. Stattdessen habe ich ein weiteres Buch von Philippe gelesen. Reibereien, so der Titel. Gefiel mir gut. Ich mag es, wie er Ereignisse sich winden und wenden lässt. Ich mag die Sprache.

„Sonia und ich schwankten und taumelten verwirrt, als das Haus der Dorcets explodierte. Ein Feuerball setzte die Umgebung in Brand, und die Druckwelle schleuderte uns in die Luft.“

Als ich aufstand stellte ich fest, daß meine Frau tot war.“

Es roch den ganzen Tag in der Gegend schon nach Gas. Der Leser vergisst es aber immer wieder. Im Bezug auf die Ereignisse unmittelbar davor, ist der Tot der Frau ein krasser und unerwarteter Schnitt. Keine Action im eigentlichen Sinne, aber solche Dinge ziehen sich durch – wie in eigentlich jedem Buch von Djian.

Heute morgen habe ich etwas Neues zu lesen begonnen. Die Schweigeminute.

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Trivial-Lyrik?

Gibt es das?

Dies ist ein Gedicht.
Dies – nicht.

Hehe. Vermutlich variiert die Wirkung stark mit der Art des Vortragens.

Ich habe zwei Bücher durchgelesen. 100 zu 1 und Der Zementgarten.

100 zu 1 ist ein typischer Djian. Einige Geschichten, alle mehr oder minder interessant, mit offenem Ende und auf die eine oder andere Weise brutal, skurril und melancholisch. Einfallsreich durchaus, aber die späteren Texte von ihm gefallen mir besser – mehr Witz.

Der Zementgarten ist durchweg bedrückend. Schön.

Neu in meinem Rucksack liegt Was treibt Sammy an? – Erstausgabe 1941.

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Lesestatus

Vor ein paar Tagen schon habe ich Die Frühreifen durchgelesen. Ich bin schlecht im Schreiben von Rezensionen. Deshalb wieder nur sehr kurz: Ich mags, hehe. Teils traurig, teils unglaublich, dreckig, gewalttätig, abgedreht.

Begonnen habe ich (und ich bin fast durch) 100 zu 1. Darauf passen einige gerade genannten Attribute.

Bereit liegt Der Zementgarten. Ich habe es vor Ewigkeiten als Leihgabe von Ina schon einmal gelesen. Ich habe mich daran erinnert, besaß es nicht, habe es gekauft und … nun.

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Wochensuppe – Update #1

Und dabei ist heute erst Freitag.

WordPress sagt mir:

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Ich sollte dort aufräumen.

Kino. Indiana Jones. In etwa das, was ich erwartet hatte. Durchaus ein typischer Indy-Film, albern, übertrieben, bunt und irgendwie alt. Aber auch kein Überflieger. Das war, meiner Meinung nach, allerdings keiner der Filme der Reihe. Zuviel Klamauk. Insgesamt gute Unterhaltung. Und ich habe Freunde wiedergesehen. Das war auch nicht schlecht.

Der Sommer kommt. Noch immer.

Gestern habe ich nach Abschiedswalzer das nächste Buch begonnen: Die Frühreifen. Der Abschiedwalzer (der Text endet mit „Beendet 1972 in Böhmen“) hat mir nicht so sehr gefallen. Zu hakelig. Bis der Roman in Fluss kommt und weniger gestelzt wirkt, muss man sich schon mindestens bis zur Hälfte durcharbeiten. Andere Romane von Kundera haben mir besser gefallen.

Ein aus den Fugen geratenes Projekt im Job ist nun doch endlich weitestgehend abgeschlossen. Kreuze sind gemacht.

Ich mag das Zend Framework. Spaßeshalber und der Übung wegen habe ich ein vor einiger Zeit privat begonnes Projekt mit in die Firma genommen. Ein Hot or Not-Clone, wobei sich der Umfang auf das einfache Hochladen, Taggen und Bewerten von Bildern beschränkt. Nach zwei Tagen recht intensiver Arbeit mit diesem mir eigentlich unbekannten Framework, ist die Anwendung schon zu gebrauchen. Vorrangiges Ziel ist das Kennenlernen, das sinnvolle und umfassende Einsetzen des Frameworks und der einzelnen Komponenten. Macht Spaß. Außerdem gibt es damit einen Schwenk von Prototype / script.aculo.us hin zu jQuery.

Björn hat seinen Fotos ein neues Zuhause gegeben. Gefällt mir.

War was? Die Diäten werden nun doch nicht wie geplant erhöht. Und Gesine Schwan soll von der SPD vorgeschlagene Gegenkandidatin zu Horst Köhler werden. Nun denn. Das Wochenende kann kommen.

Update #1
Die NZ schrieb zu Indiana Jones: Die Dummheit des Kristallschädels. Laaaang. Und gar nicht mal so übel.

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Auch kein Sachbuch

Der Fall untreue Klára habe ich durchgelesen. Der Erzählstil wird eh immer wieder durch Verquickung von erzählter Wirklichkeit und der Wirklichkeit des Autors durchbrochen. Am Ende für meinen Geschmack zu sehr. Vielleicht störe ich mich auch hauptsächlich am fehlenden Sieg des Detektivs. Ich bin mir nicht sicher.

Heute habe ich Abschiedwalzer begonnen. Ich mochte Kundera immer sehr.

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Kein Fachbuch

Ich lese endlich einmal wieder. Kein Fachbuch. Der Fall untreue Klára. Bisher, erstes Drittel, gefällt es mir.

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Bahnlektüre

Ich habe den Job gewechselt. Um mich ein wenig besser vorzubereiten auf die Programmierarbeit mit PHP habe ich mir das Buch PHP Design Patterns gekauft und zu lesen begonnen.

PHP Design Patterns

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Klolektüre – Zweiter Teil

Nach dem ersten ist vor einigen Tagen auch der zweite Teil meiner Klolektüre eingetroffen: Rails Cookbook. Dabei muss ich leider bemerken, dass ich viel zu wenig lese – nicht nur Fachliteratur, auch anderes – oder zu selten zum Abort gehe – oder zu kurz, hehe.

Rails Cookbook

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Klolektüre – Erster Teil

Heute habe ich dieses Buch bekommen: Ruby Cookbook. Darin enthalten sind Rezepte zu Problemstellungen in Ruby. Sicher, teilweise sind die Lösungen trivial. Aber oft stellt sich wohl auch das Aha-Erlebnis ein, wenn man ein Rezept gelesen hat. Dabei erstrecken sich Problemstellung und -lösung normalerweise über zwei oder ein paar mehr Seiten. Ich habe das Buch schon bei Thorben gesehen. Auf dem Klo. Perfekte Klolektüre, hehe. Von einfach bis schwierig.

Ruby Cookbook

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Arbeitest du noch?

Gerade in meinen Feeds entdeckt: Viele können von 40-Stunden-Woche nur träumen. Ich bin noch immer der Meinung, dass sich Leute entweder schlecht organisieren, Arbeitgeber zu viele Arbeitsstunden auf zu wenige Mitarbeiter verteilen, Aufwände damatisch unterschätzt werden und dass Arbeitnehmer in der Regel nicht den Mumm haben, Grenzen aufzuzeigen. „Nein“ zu sagen, hilft, hehe. Zwei Bücher aus meiner Branche:

Zeitmanagement für Systemadministratoren
The Pragmatic Programmer

Beide Bücher sind zumindest in Teilen auf so ziemlich jeden Angestellten übertragbar.

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