Pressespiegel Netzwelt – Juni 2009

30. Juni 2009

80.000 Kreative proben den Aufstand

Geht’s der Gema an die Wäsche? Mehr als 80.000 Musiker, Konzertveranstalter und andere Kulturschaffende haben eine Petition unterzeichnet, die den Bundestag auffordert, den als bürokratisch und gierig gescholtenen Musikrechteverwerter endlich zu maßregeln.

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Internet-Tauschbörse „Pirate Bay“ verkauft

Die schwedische Software-Firma „Global Gaming Factory“ (GGF) hat die umstrittene Internet-Tauschbörse „The Pirate Bay“ übernommen. Deren Webseite ermöglicht das kostenlose und illegale Kopieren von Musik-, Film-, und Spielseiten und gehört zu den hundert meistbesuchten Internetseiten.

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Torrent-Tracker The Pirate Bay wechselt den Besitzer

Das schwedische börsennotierte Unternehmen Global Gaming Factory (GGF) übernimmt die Website The Pirate Bay und das Unternehmen Peerialism, das die Technik des Torrent-Trackers entwickelt hat. GGF will laut Mitteilung (PDF-Datei) ein Geschäftsmodell entwickeln, bei dem Inhalteanbieter und Urheberrechtsinhaber für Werke abgegolten werden sollen, die mit Hilfe des Torrent-Trackers heruntergeladen werden.

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Familienministerium, Kinderschützer und Europol fordern mehr Web-Sperren

Die europäische „Konferenz zum Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien“ hat heute in Berlin eine gemeinsame Abschlusserklärung zum internationalen Kampf gegen Kinderpornographie verabschiedet. In der von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierten Deklaration wird in 16 Punkten unter anderem die in Deutschland bereits gesetzlich verankerte Zugangserschwerung zu Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten als „flankierende Maßnahme“ gegen Kinderpornographie bezeichnet. Sie sei „umso effektiver, je mehr Staaten“ mitmachten.

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Die Ideen der anderen

Internet-Piraten gegen Copyright-Magnaten: kleine Einführung in die Ideologie des digitalen Freibeutertums

Mehr bei: tagesspiegel.de


29. Juni 2009

SPD-Politikerin erzürnt Blogosphäre

Schlechter Einstieg in den Online-Wahlkampf: Nordrhein-Westfalens SPD-Chefin Hannelore Kraft geht juristisch gegen einen Blogger und Journalisten vor, der ihr eine Manipulation ihres Lebenslaufs vorwirft. Die Internet-Community tobt, rüstet zur Verteidigung.

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Der Schweigepakt

Sieben lange Monate schafften es die Lenker der „New York Times“, Nachrichten über die Entführung eines ihrer Reporter durch die Taliban geheim zu halten – mit Hilfe kollegialer Selbstzensur. Bei der wirkte auch die Wikipedia mit – gegen das Bemühen ihrer Nutzer.

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CDU und CSU wollen Rechtsverletzungen im Netz „effektiv unterbinden“

CDU und CSU haben am gestrigen Sonntag in Berlin auf ihrem gemeinsamen Parteitag ihr Wahlprogramm (PDF-Datei) für die Legislaturperiode von 2009 bis 2013 verabschiedet. Mit dem 63-seitigen Fahrplan, den die beiden Parteien explizit „Regierungsprogramm“ nennen und der eine selbst in den eigenen Reihen umstrittene Steuerreform mit Entlastungen der Bürger verspricht, will die Union der „Internet-Kriminalität“ stärker national und international den Kampf ansagen.

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26. Juni 2009

Pirate Bay erwägt Menschenrechts-Klage

Weil ihr Prozess nicht neu aufgerollt wird, erwägen die Betreiber von Pirate Bay eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Außerdem: Australische Netzfilter, Zeugen von Online-Abzocke gesucht und iPhone-Frauen-Bilder sind zu erfolgreich.

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Alpha-Bloggerin ohne Netzanschluss

Mit ihrem Weblog «Generation Y» mischt Yoani Sánchez regelmäßig Kubas sozialistische Führung auf. Denn obwohl der Zugang zum Netz auf der Insel nicht einfach ist, finden viele Kubaner den Weg dorthin.

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FDP „glasklar“ gegen Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen

Die rechtspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, hat sich klar gegen das viel diskutierte Modell der „abgestuften Erwiderung“ auf Copyright-Verstöße ausgesprochen. „Es ist ein Problem, dass tägliche illegale Downloads in dem Umfang vorgenommen werden“, verwies die stellvertretende Fraktionsvorsitzende gegenüber heise online auf massive Urheberrechtsverletzungen im Internet. Der „Schutz geistigen Eigentums“ dürfe aber „nicht unverhältnismäßig zu Lasten anderer Grundrechte gehen“. Die FDP lehne daher das unter anderem in Frankreich geplante Three Strikes-Modell „glasklar“ ab.

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Das Internet ist kein rechtsfreier Raum

„Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!“, fordern deutsche Politiker und Lobbyisten seit Jahren. Web-Nutzer machen sich nun in Ketten-Postings über diese Phrase lustig. Tatsächlich verschleiert das Gerede vom rechtsfreien Raum die wahren Probleme.

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25. Juni 2009

Kasachstan rüstet gegen Twitter-Opposition

Das Veröffentlichen einer regierungskritischen Meinung über Onlineportale wie Facebook oder Twitter kann in Kasachstan künftig ins Gefängnis führen. So will es zumindest das Parlament. Ein entsprechendes Gesetz ist bereits auf dem Weg.

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Internetsperren gegen Urheberrechtsverletzer auch für Deutschland?

Während das Hadopi-Gesetz gegen Filesharing in Frankreich nach dem Verfassungsgerichtsurteil gegen Internetsperren vor einer Neuauflage steht, ist auch in Deutschland die Einführung von Schnellverfahren und Internet-Entzug für Filesharer in der Diskussion. Auf einer Veranstaltung des Kölner Forum Medienrecht lieferten sich Juristen und Wirtschaftsvertreter am Mittwoch einen harten Schlagabtausch über die Zulässigkeit solcher Maßnahmen.

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„Ihnen ist egal, was wir denken“

Wo beginnt Zensur im Netz? Internetaktivistin Franziska Heine und Familienministerin Ursula von der Leyen streiten über die Stoppschilder vor Kinderpornoseiten

Mehr bei: Zeit Online

Sie werden sich wünschen, wir wären politikverdrossen

Kampfansage an SPD und Union: Nach dem Bundestagsbeschluss über Internetsperren kündigt die Netzgemeinschaft eine breite Front gegen die Netz-Wahlwerbung der beiden Parteien an – Online-Strategen von SPD und Union stehen vor einem echten Problem.

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24. Juni 2009

Gegner der Internet-Sperre planen Klage

Die beschlossene Sperrung von Kinderporno-Seiten sorgt weiter für heftige Diskussionen. Eine Initiative will jetzt sogar vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

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23. Juni 2009

Zieht euch warm an!

Ein klare Kampfansage und unbedingt politisch gemeint: Wie Pirate Bay den spurlosen Download möglich machen will.

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Spickmich-Urteil gefährdet Meinungsmacher im Web

Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Die Lehrerbewertung bei spickmich.de ist erlaubt. Doch was folgt daraus für ähnliche Webportale oder Blogs? Tatsächlich wirft das Urteil mehr Fragen auf, als es zunächst beantwortet.

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Urheberabgabe für SD-Karten und USB-Sticks kommt

Industrie und Verwertungsgesellschaften kommen sich bei der Urheberabgabe für Speichermedien näher: Bald sollen 10 Cent pro USB-Stick an die Rechteverwerter fließen.

Mehr bei: Spiegel Online

Landgericht verbietet Rapidshare Datentausch für 5000 Songs

Die Gema klagt erfolgreich gegen den Web-Dienst Rapidshare, der für Privatleute Daten im Web speichert. Das Landgericht Hamburg urteilt: Rapidshare muss verhindern, dass bestimmte Musiktitel hochgeladen werden.

Mehr bei: Spiegel Online


22. Juni 2009

Nur eine Rate

Die Musikmesse Popkomm wurde mit Verweis auf Musikklau im Internet abgesagt. Dabei gibt es ein alternatives Geschäftsmodell. Wie funktioniert die Kulturflatrate?

Mehr bei: Zeit Online


20. Juni 2009

SPD verliert Tauss und den Onlinebeirat

Stoppschilder vor kinderpornografischen Sites – netzaffine Partei-Anhänger fühlen sich durch das neue Gesetz brüskiert. Gegner der Sperre hat es nur kämpferischer gemacht

Mehr bei: Zeit Online


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