Evolution #2

Begonnen hat alles mit einer Spielekonsole, deren Name ich nicht kenne. Ich kann nicht einmal ein Bild von dem Gerät finden – oder erkenne es nicht sicher darauf wieder. Die Konsole ist gefühlt irgendwann zwischen meinem fünften und achten Lebensjahr ins Wohnzimmer der Eltern eingezogen. Auf dem Fernseher war so ziemlich nichts! zu erkennen. Balken. Balken. Und Balken. Gesteuert wurde mit einem Drehregler. Großartig.

Irgendwann kam dann die Brotkiste ins Haus. Ein wirklich geniales Gerät. Hauptsächlich wurde damit gespielt. Als ich darauf erste Basic-Programme schrieb, war ich etwa elf oder zwölf. Ich hatte auch einen Pascal-Compiler, von der Sprache ohne Handbuch und Internet (Internet!?!) aber keine Ahnung. Später kaufte ich einen sogenannten Cross-Assembler, der allerdings kaum zum Einsatz kam. Denn: Ich war zu jung und ungeduldig für Assembler und der erste PC sollte kurz darauf auf dem Schreibtisch stehen – auf Papas Schreibtisch, hehe.

Nebenbei sei noch der Competition Pro erwähnt, dessen Tastschalter mehrfach ersetzt wurden – dem Lötkolben sei dank. Jaja, die doofen Rüttelspiele (z.B. Summer Games).

486er DX2 mit VESA Local Bus, Sound Blaster und 4MB RAM – vorerst. Millionen Menschen lesen dieses Blog. Dennoch: Geiles Gerät! Dieser erste PC stellte einen gehörigen Sprung dar. Atari-irgendwas und Amiga aller coleur sah ich nur bei Freunden. Der 486er wurde dann für unverschämt viel Geld auf 8MB aufgerüstet – denn der Sohn wollte, ja er musste!, unbedingt Star Wars: Dark Forces spielen. Klar lief das Spiel auch mit 4MB, aber nur sehr wackelig und unzuverlässig. Selbst die ausgeklügelsten Einstellungen für Himem, XMS und ggf. EMS halfen nicht zuverlässig. 4MB waren zu wenig! Zu wenig!! Gerade stecken hier und jetzt in diesem Rechner vor meiner Nase 1024 mal soviel Megabyte RAM – hach ja, was hätten die Progger damals damit angestellt?!

1 Response so far »

  1. 1

    Popcorn said,

    Juni 23, 2008 @ 20:51

    Also bei richtig coolen Eltern war das ein Atari VCX 2600. Die konservativen Eltern, die sich damit erst langsam anfreunden mussten, haben sich dann hingegen später das handlichere VCS 2600 gekauft, ohne Holz-Imitat-Zierleisten. %) Das war auf jeden Fall saugeil und es gab viele schicke Spiele dafür. Neben den Paddles gab es dafür auch Joysticks. Wirklich fantastisches Ding.

    Um Commodore habe ich einen Bogen gemacht, über Umwege bin ich zum Atari ST 520 gekommen. Coden mit GFA-Basic und Markt & Technik Buch so wie Zeitschriften. Mit sieben, ich Freak. 😀

    Competition Pro gab es nur bei Freunden. Lustiges Ding für Arcade und deutlich Belastungsfähiger als die Reihe von Joysticks, die ich an meinem Atari durchbekommen habe.

    Der 486 DX2 war wirklich super. Allerdings für Wing Commander II. Mein Dad hat sich da zum Glück zu einer Sound Blaster Pro für die Sprachausgabe überreden lassen. Da war ich dann Programmiertechnisch völlig deprimiert, weil man wegen der ganzen Animation und der Synchronstimmen und so, so etwas überhaupt nicht mehr allein nachbauen konnte (und schon gar nicht mit GFA-Basic). Verdammt, wäre ich nur am Ball geblieben…

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