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Stuck

Bevor ich gleich totmüde ins Bett falle, noch ein paar Worte zum dritten und letzten Film am ersten Tag beim Fantasy Filmfest. Stuck heißt er.

Stuck

Rabenschwarz ist der Humor, sarkastisch angehaucht die Stimmung. Und dabei geht es doch wohl um die Kritik am Egoismus und der unterlassenen Hilfe in der Gesellschaft, augenscheinlich erstmal der amerikanischen.

Brandi (Mena Suvari) arbeitet in einem Krankenhaus auf der Altenpflegestation. Der Zuschauer lernt sie zum Beginn als selbstlose Helferin kennen, lebensfroh und scheinbar nicht schlecht im Wesen.

Dann gibt es da noch Tom (Stephen Rea), der einen wirklich schlechten Tag hatte und nun wohl endgültig in die Obdachlosigkeit hineinrutscht.

Beide treffen bei einem Unfall aufeinander. Brandi, nach einer Party nicht mehr nüchtern und am Steuer ihres Autos telefonierend, erwischt Tom an einer Kreuzung, die er bei Rot überquert. Alles mitten in der Nacht, keiner hat es gesehen. Brandi stoppt nicht, sondern fährt schockiert und in Panik mit Tom in ihrer Frontscheibe steckend nach Hause, stellt das Auto in die Garage und denkt gar nicht daran, Hilfe zu holen. Die Folgen wegen der möglichen Schuld hindern sie daran. Sie lässt Tom leiden und macht ihn obendrein noch für die Lage verantwortlich. Denn Tom ist nicht etwa tot, sondern nur schwer verletzt.

Wegen des geradlinigen Aufbaus mag nicht die ganze Dauer des Films Spannung aufkommen. Aber gefallen kann der Film wegen seiner bösen Art allemal. Tom beißt die Zähne zusammen und versucht sich aus der misslichen Lage zu befreien.

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Paprika

Paprika heißt der zweite Film, den ich mir am zweiten Tag des Fantasy Filmfests ansah. JapOmeU – Japanische Originalverison mit englischen Untertiteln. Soviel im Dunkeln zu lesen strengte mich dann doch an.

Ich habe den Film inhaltlich ohne Erklärung (und ohne Vorwissen, welches ich mir über das Begleitheft zum Filmfest hinaus eh nicht hole) nicht wirklich verstanden. Traum und Wirklichkeit, Träume, die sich vermengen, Menschen, denen die Träume geraubt werden und die als leere Hülle zurückbleiben. Und alles für das Gute, um den Menschen zu helfen – ursprünglich. Denn natürlich gibt es immer jemanden, der da andere Pläne hat.

Mir hat Film trotzdem recht gut gefallen. Wunderbar gezeichnet, schöner und eigentlich immer stimmiger Einsatz von CGI. Die Musik, immer ein bisschen fremd und zu popig, war gut. Man muss sich wohl darauf einlassen. Interessanter Film, wenn auch verwirrend.

Paprika

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Out Of The Blue

Fantasy Filmfest in Hamburg, zweiter Tag. Drei Filme habe ich gestern gesehen. Der erste in der Reihe war Out Of The Blue.

Out Of The Blue ist die Verfilmung des Romans Aramoana: Twenty Two Hours of Terror, welcher wiederum auf einem Amoklauf in Aramoana, Neuseeland, beruht.

Zu Beginn werden einige Charaktere, die später eine Rolle spielen werden, kurz vorgestellt, alles Alltagsszenen. Ein ganz normaler Tag. Es dauert nicht lang, bis David Gray seine Untaten beginnt.

Der Film macht von da an richtiggehend wütend. Die Willkürlichkeit, die Sinnlosigkeit und letztlich die Hilflosigkeit der Opfer sind schockierend. Gray schießt wahllos auf alles, was ihm ins Blickfeld kommt.

Out Of The Blue bemüht sich nicht, Gründe für diese Tat zu liefern. Klar wird nur, dass Gray ein Außenseiter und heimlicher Waffennarr war. Seine Persönlichkeit wird als labil und anfällig geschildert. Letztlich kommt es wegen einer Lappalie zum Ausbruch. Die folgenden Stunden werden geradlinig und spannend gezeigt. Die Bewohner Aramoana’s harren zu Tode geängstigt in ihren Häusern aus. Etwa 24 Stunden. Dann wird David Gray von der Polizei erschossen.

Der bisher beste Film des FFF den ich gesehen habe.

Out Of The Blue

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Black Sheep

Teils spannende, teils sinnlose, teils geschmacklose, teils sehr alberne Filme wird es auch dieses Jahr wieder beim Fantasy Filmfest geben, heute in Hamburg begonnen. Der diesjährige Eröffnungsfilm heißt Black Sheep.

Black Sheep Poster

Ich habe diesen Film gerade gesehen. Er ist tatsächlich albern, sinnlos, geschmacklos und manchmal auch spannend. Alles in allem aber ist er für einen Eröffnungsfilm zu schwach – wie es meiner Meinung nach Severance, Eröffnungsfilm im letzten Jahr, auch war.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Irgendwo in Neuseeland liegt eine große Farm, auf der Schafe gezüchtet werden – welches Tier auch sonst?! Der Besitzer dieser Farm ist nicht ganz bei Trost, könnte man sagen. Er führt Genmanipulation an den Tieren durch, um bessere hervorzubringen. Klar, dass das schiefgeht, ein Schaf (oder sollte ich sagen Schäfchen) in die freie Wildbahn gelangt und sich dabei herausstellt, dass es eine Art Zombievirus für Schafe in sich trägt. Zudem zeigt sich, dass Schafe eigentlich nicht gut auf Menschen zu sprechen sind, hehe. Aber wen interessiert bei diesem abstrusen Film schon die Geschichte?!

Es gibt viel Wolle zu sehen, ne Menge Blut und Gedärme, um Ernst bemühte Schauspieler, natürlich schöne Landschaften und ein wirklich schräges Happy End. Ach ja: Eine minimale Love Story darf natürlich auch nicht fehlen. Nur eines habe ich nicht gesehen: Schwarze Schafe.

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