Archive for August, 2007

Päckchen erhalten

Unglaublich! Unser Kleiner ist da. Ich froi mich!! Mehr noch freue ich mich über die Leistung, die Ina da vollbracht hat! Ich war wohl noch nie so stolz auf jemanden. Ich liebe diese Frau! Großartig. Vielen Dank.

Update: Jemand fragte nach Foto und Namen. Genannt haben wir ihn Nick Henry, Rufname Henry. Und hier das Foto:

Henry der Erste

Comments (5) »

Shadowboxer

Nur ein Film am sechsten und vorvorletzten Tag des Fantasy Filmfests in Hamburg: Shadowboxer.

Der Film geistert seit 2005 auf Filmärkten herum und hat bis heute keinen deutschen Verleih gefunden. Er sei vielleicht zu kontrovers und würde gegen zuviele Regeln verstoßen, die in Deutschland gesellschaftlich etabliert seien, meinte der Moderator unmittelbar vor dem Filmstart. Das stimmt. Wenn auch nur teilweise. Der Film ist einer der Geheimtipps des Filmfests gewesen.

Rose (Helen Mirren, unlängst im wohl recht erfolgreichen Film The Queen zu sehen gewesen) ist Auftragskiller, genauso wie ihr Stiefsohn, engster Vertrauter, Partner und Liebhaber Mickey (Cuba Gooding Jr.). Rose möchte noch einen Auftrag durchführen, bevor sie das Töten aufgibt und an Krebs sterben wird. Dieser Auftrag wird die noch verbleibende Zeit ihres Lebens verändern. Genauso die von Mickey und letztlich des eigentlichen Opfers.

Auch dieser Film lebt wie so manch anderer davon, dass man vorweg nicht zuviel von der Handlung erfährt. Deshalb halte ich meine Klappe, hehe. Der Film hat mir wirklich gut gefallen. Wenngleich manche Dinge tatsächlich einfach ungewöhnlich anmuten. Schon einmal einen Liebespartner beim Sex mit einem Kopfschuss getötet?!

Shadowboxer

Comments (7) »

Fido

Letzter Film am fünften Tag beim Fantasy Filmfest. Über vier drei weitere werde ich noch in Kürze berichten.

Fido ist wirklich schräg. Eine Gesellschaft ähnlich der aus Pleasantville hat sich Zombies zu Untertanen gemacht. Wer etwas auf sich hält, hat einen Zombie zuhause, der dient – in welcher Art auch immer, hehe. Und Zombies sind ersetzbar. Tickt einer aus, wird verletzt oder stirbt, dann kommt halt ein neuer.

Fido ist als gesellschaftskritischer Film gedacht und funktioniert mit seinem Humor auch weitestgehend. Mir persönlich hat der Film auf die Dauer zu wenig Biss. Laubharkende Zombies und ähnliches hat man nach einer Stunde Film einfach schon zu oft gesehen. Es ist für den Film eben normal.

Gerade in den ersten zwanzig, dreißig Minuten hat mir Fido sehr gefallen. Die Unmöglichkeit, Menschen komplett hemmungslos für niedere und stupide Dienste vollkommen selbstverständlich einzusetzen und sie über Nacht an einen Baum anzuketten, ist so unwirklich, dass es wieder lustig ist.

Carrie-Anne Moss meinte Micha erst nach zehn Minuten erkannt zu haben. Unverständlich, hehe.

Fido

No comment »

La Antena

Zweiter Film am fünften Tag: La Antena.

Tobias sagte mir, er habe die Musik nicht gemocht. Mir ging es da anders: Ich fand sie gut und gar nicht aufdringlich. Wir sind bei Filmen manches Mal nicht einer Meinung, hehe.

Der Film selbst wurde als Art-House-Film angekündigt. So war es dann auch. Man musste schon sehr bereit sein, sich auf dieses knapp 90-minütige Experiment einzulassen. Schwarz-weiß, kaum gesprochenes Wort, eigentlich ein Stummfilm. Sehr interessant, aber nicht spannend – also nicht für mich. Was den Film in meinen Augen nicht schlecht macht, denn es gab eine Menge zu schauen und zu wundern.

Zur Handlung: In einer Stadt leben Menschen, die seltsam gefühllos zu sein scheinen. Und sie können nicht sprechen. Also im Sinne von „Laute von sich geben“. Ihre Stimmen wurden ihnen genommen. Ihnen sind nur die Worte geblieben. Nunja, bis auf zwei Menschen, denn die können noch sprechen. Um diese beiden und ein paar mehr rankt sich denn auch die Geschichte. Der tyrannische Mr. TV will mit ihrer Hilfe die Menschen der Stadt komplett unterwerfen und ihnen auch noch die Worte nehmen. Es findet sich jemand, der sich dagegenstellt.

Durch die flackernden schwarz-weiß Bilder, die deutschen Untertitel zur spanischen Schrift und den eigenwilligen Stil ist der Film wie gesagt keine Entspannung. Aber ich habe ihn gern gesehen.

La Antena

No comment »

Pan’s Labyrinth

Fünfter Tag beim Fantasy Filmfest hier in Hamburg. Drei Filme habe ich mir angesehen. Als ersten: Pan’s Labyrinth.

Die Vorstellung war kostenlos und diente der Promotion von Sony, denn sie wurde via Beamer von einer Blu-ray Disc gezeigt. Die Qualität war schon erstaunlich, könnte aber sicher noch besser sein, gerade was die Darstellung der Untertitel also Schrift angeht. Vielleicht lag diese Schwäche aber auch am verwendeten Beamer.

Der Film selbst ist gut. Ich hatte ihn nicht gesehen, als er 2006 offiziell im Kino lief. Und der Trailer hatte mir eigentlich eine Art Märchenfilm suggeriert. Dabei geht’s ist die Handlung nur zu etwa 30 Prozent märchenhaft zu. Die meiste Zeit geht es um den Konflikt zwischen Franco-Anhängern und dem Widerstand. Und: die angewandte Gewalt wird ziemlich direkt und brutal dargestellt. Ganz sicher kein Kinderfilm! Alles in allem spannend, aber grundsätzlich auch ziemlich geradlinig – die Handlung selbst bereitet keine nennenswerten Überraschungen.

Pan’s Labyrinth

Comments (3) »

Virales Marketing

Auf der dunklen Seite der Macht. ROFL!

Comments (3) »

Hatz auf Ausländer

Soetwas macht mich sprachlos, dieser Übergriff auf Inder in Mügeln. Dazu ein Kommentar aus dem Abendblatt heute:

Fast reflexartig werden Gewaltaktionen wie im sächsischen Mügeln wieder beiläufig heruntergespielt. In Mügeln gebe es keine rechtsradikale Szene, sagt der Bürgermeister, die Täter müssten von „auswärts“ gekommen sein. „Auswärtige“ Deutsche also? Macht das die Sache irgendwie besser? Und welche Entschuldigung haben die Einheimischen, die mitliefen, als die Inder über den Platz gejagt wurden? Haben die nur soziologische Feldstudien betrieben? Der Schaden, der durch solche Gewaltszenen entsteht, ist immens. Er trifft das ganze Land und sein Image als kompetente und offene Nation. Nicht nur dunkelhäutige oder sonstwie „fremd“ wirkende Menschen, sondern auch aufgeklärte Deutsche werden künftig die östlichen No-go-Areas meiden, auch wenn sie dort, zum Beispiel als Arbeitskräfte, dringend gebraucht werden. Wir regen uns auf über Pogrome in anderen Ländern und fordern dort Menschenrechte ein. Und hier?

Vielleicht sollte man den untätigen Zuschauern Seiten wie diese verschreiben: www.eingreifen.de

Comments (6) »

Deutsch-sprachige Web2.x-Seiten?!

Ja, es gibt sie, deutsch-sprachige Web2.x-Seiten. Hier seien einmal fünf in unbestimmter Reihenfolge aufgelistet.

Quasi-Standard allerdings ist noch immer TechCrunch. Und wer es auf Smalltalk-Niveau möchte, der besucht Robert Scobles Scobleizer, hehe.

No comment »

Mr. Brooks

Zweiter und letzter Film am vierten Tag: Mr. Brooks.

Mal ehrlich: Wer hätte gedacht, dass Kevin Costner noch einmal in einem Film mitspielt, der wirklich sehenswert ist?! Ich nicht unbedingt.

In Mr. Brooks spielt er einen schizophrenen Serienkiller, der nicht gerade des Spaßes wegen tötet, sondern um seine Lust zu daran zu befriedigen: Er ist süchtig. Und er leidet darunter. Vordergründig ist Mr. Brooks ein erfolgreicher Mann. Er wurde gar mit dem „Man Of The Year“-Preis bedacht. Er hat eine Frau, eine Tochter und ist beruflich mit seiner eigenen Firma äußerst erfolgreich.

Zwei Jahre lang hat Mr. Brooks keine Morde mehr begangen. Als er der Sucht nicht weiter die Stirn bieten kann, tötet er erneut ein Paar, vergisst dabei jedoch die Vorhänge des Schlafzimmers, in dem er die beiden überrascht, zu schließen. Ein Fehler, der Mr. Brooks‘ idyllisches Leben empfindlich beeinträchtigt.

Auch zu diesem Film kann ich inhaltlich nicht viel sagen, da sonst schon zuviel verraten wäre. Nur soviel: Die Tochter von Mr. Brooks entwickelt ein Problemverhalten, hehe.

Insgesamt ist dieser Film nach Out Of The Blue der zweitbeste, den ich auf dem Filmfest bisher sah. Zwei Frauen, die vorhin hinter mir in der Reihe zur Bar standen, schwärmten von Costner’s umwerfenden Sex-Appeal. Das kann ich nur bedingt nachvollziehen. Spielen jedoch kann er noch. Und seine zweite Persönlichkeit Marshall (William Hurt) ist wirklich famos.

Mr. Brooks

No comment »

All The Boys Love Mandy Lane

Mit All The Boys Love Mandy Lane begann für mich der vierte Tag beim Fantasy Filmfest.

Ich weiß gar nicht so genau, was ich zu diesem Film sagen soll, ohne zuviel zu sagen?! Er hat mir gefallen. Teen-Horror-Thriller. Nette und nicht ganz so nette, junge Leute wollen ein paar Tage auf einer Ranch verbringen. Allein, nur behütet von Garth, der auf der Ranch nach dem Rechten sieht.

Dabei lecken sich alle anwesenden Jungs die Finger nach Mandy Lane (Amber Heard). Und einer von ihnen möchte sie auf jeden Fall für sich allein – so scheint es.

Nach dem zweiten Drittel erfährt der Zuschauer, wer der Wahnsinnige ist. Der Film verliert dabei ein wenig an Spannung. Erst das Ende bringt noch einmal eine (halbwegs) überraschende Wendung. (Und Micha meint, es schreie nach einer Fortsetzung, hehe.)

Ich mochte die Bilder, das Gute-Laune-Freizeit-Flair, die dazu passende Musik, den Sommer. Ein Film für den breiten Sessel und einer Tüte Popcorn in der Hand – so man denn Popcorn mag.

All The Boys Love Mandy Lane

No comment »

Botched

Letzter Film am dritten Tag: Botched. Schon mal vorweg: Was für ein hirnloser Schwachsinn?!? Aber: Lustiger, hirnloser Schwachsinn.

Eigentlich gibt es zu Botched nicht viel zu sagen. In den ersten Minuten macht der Film den eigentlich recht normalen Eindruck eines Gangster-Films. Kurz darauf wird er allerdings sehr skurril und komplett sinnlos. Hauptsache, es gibt einen Grund, damit Blut fließen oder vielmehr spritzen kann. Kategorie Midnight Madness, hehe.

Botched muss man wirklich nicht gesehen haben. Tut man es doch, amüsiert man sich vielleicht. Vielleicht aber auch nicht, denn anspruchsvoll ist dieser Film keine Sekunde lang. Möchte er auch gar nicht sein.

20070819-0008-botched.jpg

No comment »

Disturbia

Immer noch Tag drei, mittlerweile auch Film Nummer drei an diesem Tag beim Fantasy Filmfest. Dieses Mal: Disturbia.

Vorweg: Der Film hat mir gefallen. Witzige und spannende Unterhaltung. Aus der anfänglichen Teenie-Romanze mit komischen Elementen wird nach etwa der Hälfte der Zeit ein immer spannenderer Thriller.

Kale muss wegen einer Handgreiflichkeit gegen einen seiner Lehrer drei Monate Hausarrest absitzen. Entfernt er sich weiter als 100 Fuß vom Haus, dann dauert es nur Minuten und die Polizei bereitet ihm Ärger.

Damit Kale nicht sprichwörtlich das Dach auf den Kopf fällt, versucht er sich mehr oder minder erfolgreich die Tage hindurch zu beschäftigen. Letztlich landet er auf der Stalker-Schiene und beobachtet seine Nachbarn. „Privatsphäre gibt es doch gar nicht! Alles ist öffentlich!“ Was er dort zu sehen bekommt, ist nicht immer so sexy wie Ashley (Sarah Roemer), sondern mitunter auch ziemlich unheimlich. Wohnt in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Serienmörder?! Man weiß es nicht genau und ich verrate an dieser Stelle auch nicht mehr, hehe.

Wie gesagt: Disturbia ist eine interessante Mischung aus Teenie-Film und Thriller. Schön anzusehen. Popcorn her und entspannen, hehe.

Disturbia

No comment »

Timber Falls

Tag drei, Film zwei. Weitere zwei fehlen dann noch.

Timber Falls ist nach einem üblichen Teen-Horror-Thriller-Muster aufgebaut: Junges Paar macht irgendwo in den Bergen einen Ausflug, trifft auf schräge Weggefährten, wird letztlich entführt und muss , wer hätte das gedacht, böse körperliche und seelische Qualen durchstehen. Timber Fall ist also nichts Besonderes.

Die Lebensphilosophie der Leute, die das Pärchen gefangen halten und ihm zusetzen, und deren Absichten und Beziehung zum christlichen Glauben – das macht diesen Film aus und gibt ihm eine amüsante Note. Ich bin jedoch der Meinung, man hat nicht allzu viel verpasst, wenn man ihn sich nicht angesehen hat.

Timber Falls

No comment »

Macbeth

Der dritte Tag war der für mich bisher längste Tag auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest. Vier Filme habe ich mir angesehen.

Macbeth war der erste an diesem Tag. Und schon nach fünf Minuten war mir klar: „Du verstehst hier nix!“ Altenglisch, mit einem australischen Akzent gesprochen, gibt das Begleitheft Auskunft. Schätzungsweise drei Viertel des Textes sind unverstanden an mir vorbeigegangen. Der Geschichte konnte ich dennoch folgen, den Verquickungen der Charaktere nicht so ganz. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Macbeth zuvor nicht gelesen habe, die Handlung nicht kenne.

Aber der Film sieht durchweg wunderbar aus. Dunkel zumeist, vielleicht fünf Minuten bei Tageslicht. Die Charaktare sind so edel gekleidet, sie könnten auch einem exklusiven Modekatalog entsprungen sein. Die Kulisse ist sehr tragend, viel roter Stoff an den Wänden, eine Stimmung Gothic-like. Auch gespielt wird durch die Bank weg gut – zumindest ist das Eindruck der blieb, wenn man mehr auf Mimik achten muss, da die Hälfte der Worte unverstanden bleibt. Dass die Fehde wieder einmal mit modernster Schusswaffengewalt ausgetragen wird – naja, hat es halt schon gegeben.

Ich bin auf die Deutsch synchronisierte Version gespannt.

Macbeth

No comment »

Stuck

Bevor ich gleich totmüde ins Bett falle, noch ein paar Worte zum dritten und letzten Film am ersten Tag beim Fantasy Filmfest. Stuck heißt er.

Stuck

Rabenschwarz ist der Humor, sarkastisch angehaucht die Stimmung. Und dabei geht es doch wohl um die Kritik am Egoismus und der unterlassenen Hilfe in der Gesellschaft, augenscheinlich erstmal der amerikanischen.

Brandi (Mena Suvari) arbeitet in einem Krankenhaus auf der Altenpflegestation. Der Zuschauer lernt sie zum Beginn als selbstlose Helferin kennen, lebensfroh und scheinbar nicht schlecht im Wesen.

Dann gibt es da noch Tom (Stephen Rea), der einen wirklich schlechten Tag hatte und nun wohl endgültig in die Obdachlosigkeit hineinrutscht.

Beide treffen bei einem Unfall aufeinander. Brandi, nach einer Party nicht mehr nüchtern und am Steuer ihres Autos telefonierend, erwischt Tom an einer Kreuzung, die er bei Rot überquert. Alles mitten in der Nacht, keiner hat es gesehen. Brandi stoppt nicht, sondern fährt schockiert und in Panik mit Tom in ihrer Frontscheibe steckend nach Hause, stellt das Auto in die Garage und denkt gar nicht daran, Hilfe zu holen. Die Folgen wegen der möglichen Schuld hindern sie daran. Sie lässt Tom leiden und macht ihn obendrein noch für die Lage verantwortlich. Denn Tom ist nicht etwa tot, sondern nur schwer verletzt.

Wegen des geradlinigen Aufbaus mag nicht die ganze Dauer des Films Spannung aufkommen. Aber gefallen kann der Film wegen seiner bösen Art allemal. Tom beißt die Zähne zusammen und versucht sich aus der misslichen Lage zu befreien.

No comment »